Geschichte

Fünf musikbegeisterte Studenten der Universität Basel gründeten am 14. November 1899 das Akademische Orchester Basel. Das aob bot ursprünglich vor allem den Angehörigen der Universität Gelegenheit zum Musizieren. Im Laufe der wechselvollen Vereinsgeschichte ging jedoch der Anteil an Akademikern allmählich zurück, und so steht das Orchester bereits seit langer Zeit allen Musizierfreudigen offen, die über ein ausreichendes musikalisches und technisches Können auf ihrem Instrument verfügen. Der Vereinszweck ist über all die Zeit derselbe geblieben, nämlich die Pflege und Aufführung guter Orchestermusik.

Neben seinen regelmässigen Konzerten in Basel gastierte das aob oft auswärts, so unter anderem in Bern, Delémont, Porrentruy, Courroux, Genf, Lausanne, Fribourg und Solothurn. Bei verschiedenen Gelegenheiten war es auch in Radioaufnahmen zu hören.

Das aob spielt meist in sinfonischer Besetzung. Es besteht zur Zeit aus 58 Aktivmitgliedern aus der ganzen Region. Je nach Aufführung und Werk werden zusätzliche Musiker nach Bedarf engagiert. Dabei kommen vorwiegend junge, in Ausbildung stehende Berufsmusiker zum Zug. So erhalten diese eine willkommene Gelegenheit, sich die nötige Orchesterpraxis anzueignen.

Das Orchester gibt jährlich zwei Abonnementskonzerte, gelegentlich auch Extrakonzerte. Zusätzliche Engagements für Orchesterkonzerte und Chorbegleitungen bereichern das musikalische Programm. Sie leisten zudem einen kleinen, aber willkommenen Beitrag im zunehmend härteren Wettbewerb, muss sich doch das aob ohne regelmässige Subventionen selbsttragend behaupten.

Von November 2000 bis März 2013 war Raphael Immoos musikalischer Leiter. Mit geschickter Programmgestaltung führte er die langjährige aob-Tradition fort, neben Standardwerken auch unbekannte Kompositionen alter und neuer Meister zur Aufführung zu bringen. So fanden sich in den Programmen des aob überraschend viele Erstaufführungen, zum Beispiel von Bach, Cimarosa, Haydn, Rosetti, Britten, Martinu, Schibler, Villa-Lobos, ebenso auch Uraufführungen u.a. von Klug, Schulé, Ragni, Sonnenberg, Immoos. Zur Abwechslung lag auch einmal ein Ragtime oder Tango auf den Pulten.

Von Mai 2013 bis November 2015 war Lena-Lisa Wüstendörfer Dirigentin des aob.